Dr. Timucin Türker

Facharzt für Rechtsmedizin, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Forensische Psychiatrie, Suchtmedizinische Grundversorgung

Curriculum Vitae


Ausbildung und Qualifikation

1983

Abitur in Mathematik, Physik, Englisch und Politische Weltkunde an der Martin-Buber Oberschule in Berlin Spandau

1984

Studium der Mathematik und Informatik an der Technischen Universität Berlin

1985 – 1991

Studium der Humanmedizin an der Universität Marburg und an der Freien Universität Berlin

05.1993

Approbation als Arzt

03.1995

Promotion an der Freien Universität Berlin

05.2001

Anerkennung zum Facharzt für Rechtsmedizin

04.2011

Anerkennung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

04.2014

Schwerpunkt Forensische Psychiatrie

09.2014

Suchtmedizinische Zusatzbezeichnung


Arbeitsverhältnisse

seit 01.05.2020

Fachärztliche Tätigkeit in der JVA Nürnberg

2018 – 2020

Fachärztliche Tätigkeit bei der Caritas Suchthilfe Regensburg

seit 15.05.2017

Selbständige Tätigkeit in eigener Gutachtenspraxis.

01.01.2016 – 15.05.2017

Stellvertretender Ärztlicher Direktor, Forensisch-psychiatrische Klinik Straubing.

Tätigkeiten:

  • ständiger Vertreter der Ärztlichen Direktorin der zentralen Hochsicherheitseinrichtung des bayerischen Maßregelvollzuges mit 236 stationären Behandlungsplätzen.
  • Leitung zahlreicher Projekte zur Organisationsentwicklung

03.05.2010 – 31.12.2015

Leitender Oberarzt und stellvertretender Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach.

Tätigkeiten:

  • ständiger Vertreter des Chefarztes (seit 01.07.2011) der Klinik mit 175 stationären und mehr als 200 ambulanten Behandlungsplätzen
  • Konzeption und Versorgung von fünf §64-Stationen mit 95 Behandlungsplätzen
  • Leitung zahlreicher Projekte zur Organisationsentwicklung
  • Leitung des Seminars „Prognoseinstrumente“.

15.06.2009 – 30.04.2010

Kommissarischer Oberarzt am Landeskrankenhaus für Forensische Psychiatrie Uchtspringe.

Tätigkeiten:

  • Verhaltenstherapie unter Supervision
  • Konzeption und Versorgung von 4 Stationen mit den Schwerpunkten Jugendliche Straftäter, Sexualstraftäter, Psychosepatienten, Langzeittherapiestation.

01.02.2009 – 14.06.2009

Stationsarzt in der Klinik für forensische Psychiatrie, Haina (Kloster).

Tätigkeiten:

  • Ausbildung in Prognoseinstrumenten und Kriminaltherapie (Reasoning & Rehabilitation)
  • Somatische und forensisch-psychiatrische Versorgung einer Langzeittherapiestation.

01.02.2007 – 30.01.2009

Therapeutische Leitung („behandelcoördinator“) einer Station für Doppeldiagnosen mit 10 Behandlungsplätzen in der Forensischen Psychiatrie (TBS-Kliniek Pompestichting) in Nijmegen, Niederlande, und ärztliche Tätigkeit im psychiatrischen Dienst der Forensischen Psychiatrie in Venray (De Rooyse Wissel), Niederlande.

  • in Teilzeit: Stationsarzt in der Abteilung für Neurologie am Marienhospital Kevelaer.

01.02.2002 – 31.01.2007

Stationsarzt in der Abteilung für Forensische Psychiatrie, Klinikum Nord Hamburg.

Tätigkeiten:

  • Versorgung einer Station im Maßregelvollzug für Patienten mit Schizophrenie, Minderbegabung und Persönlichkeitsstörungen
  • Rufbereitschaft in der Allgemeinpsychiatrie im Klinikum Nord
  • Schriftliche und mündliche forensisch-psychiatrische Gutachten zur Frage der Schuldfähigkeit und Gefährlichkeit
  • Beauftragter für Fragen in der Informationstechnologie der Abteilung für Forensische Psychiatrie.

(Juni bis Dezember 2001 Militärdienst in der Türkei)

11.07.1999 – 31.05.2001

Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Facharzt am Institut für Rechtsmedizin der Universität Kiel.

Tätigkeiten:

  • Vertretung des Faches Rechtsmedizin in Dienstleistung, Forschung und Lehre.

11.05.1998 – 31.01.1999

Assistenzarzt (Specialist Registrar) am Institut für Pathologie der Universität in Edinburgh.

Tätigkeiten:

  • Durchführung von klinischen Obduktionen mit histologischer Begutachtung
  • Präparation und mikroskopische Untersuchung von chirurgischen Biopsien
  • Teilnahme an Seminaren zur speziellen Pathologie, Teilnahme am Studentenunterricht in der allgemeinen und speziellen Pathologie.

16.01.1995 – 10.07.1999

Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Brandenburgischen Landesinstitut für Rechtsmedizin in Potsdam und am Institut für Rechtsmedizin der Justus-Liebig-Universität Giessen.

Tätigkeiten:

  • Einführung in die Routineaufgaben der Institute einschließlich der Durchführung von gerichtlichen Obduktionen und Leichenschauen, Begutachtung des Zusammenhangs von morphologischem Befund und Geschehensablauf, Begutachtung von weiterführenden histologischen und toxikologischen Untersuchungen, Begutachtung von Arztrechtsfällen, osteologische Gutachten, mündliche Gutachten vor Gericht.
  • Einführung in molekularbiologische Methoden wie DNA-Isolierung und Quantifizierung, PCR, Polyacrylamidgel-Elektrophorese. Etablierung der ABO-Genotypisierung mittels PCR. Durchführung einer Assoziationsuntersuchung von Ethanoltoleranz und genetischer Variabilität des Serotonintransporters, Betreuung von Doktoranden.

15.07.1994 – 15.01.1995

Assistenzarzt in der Praxis für Psychiatrie, Berlin.

Tätigkeiten:

  • Aufnahme von Patienten, Erhebung von psychiatrischen Anamnesen, psychopathologischen Befunden und neurologischem Status, Beratung von Angehörigen, Einstellung von affektiven und psychotischen Störungen mit Psychopharmaka.

15.11.1991 – 31.05.1994

Arzt im Praktikum (18 Monate) und wissenschaftlicher Mitarbeiter (12 Monate) am Institut für Neuropathologie der Freien Universität Berlin.

Tätigkeiten:

  • Einführung in die makroskopischen und mikroskopischen Grundlagen der Neuropathologie, Durchführung von Gehirnautopsien und -Biopsien, Teilnahme am Studentenunterricht der allgemeinen und speziellen Neuropathologie, Beteiligung an wissenschaftlichen Projekten
    Forschungsassistent am Institut für Pathologie (3 Monate), Abteilung für Elektronenmikroskopie, Erasmus Universität Rotterdam.

Tätigkeiten:

  • Einführung in die Techniken der analytischen Elektronenmikroskopie am ZEISS EM10, insbesondere der Elektronen-Energie-Verlust-Spektroskopie (EELS) und elektronen-spektroskopischen Bildverarbeitung (ESI), Erstellung von Programmen in der automatischen Bildanalyse, Einführung in die Tief-Temperatur-Methoden zur Fixierung von Nervengewebe.


Weiterbildung im Fach Rechtsmedizin

  • 455 gerichtliche Obduktionen mit Begutachtung zwischen morphologischem Befund und Geschehensablauf, davon 276 gerichtlichen Obduktionen als I. Obduzent und 165 Obduktionen unter Einschluss histologischer oder toxikologischer Untersuchungen mit abschließendem Gutachten
  • zirka 1100 Leichenschauen im Rahmen des Feuerbestattungsgesetzes
  • 490 mündliche Gutachten vor Gericht
  • 108 schriftliche Gutachten zu forensischen psychopathologischen Fragestellungen und 21 forensisch-medizinische Untersuchungen von Geschädigten
  • 105 Kausalitätsgutachten (schriftlich-theoretische Gutachten) einschließlich forensisch-osteologische Gutachten
  • 105 klinische Obduktionen und 149 Biopsien mit histologischer Begutachtung am Institut für Pathologie der Universität in Edinburgh
  • Facharzt für Rechtsmedizin seit Mai 2001
  • Seit Dezember 2014 Leitung des Seminars „Rechtsmedizinische Aspekte in der Rechtspsychologie“ am Institut für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und Sexuologie (IVS Nürnberg).


Weiterbildung im Fach Psychiatrie und Psychotherapie / Forensischen Psychiatrie

  • Gesamten Weiterbildungskatalog im Fach Psychiatrie und Psychotherapie (Verhaltenstherapie) sowie Forensische Psychiatrie
  • Mehr als 400 schriftliche und mündliche forensisch-psychiatrische Gutachten u. a. zu Fragen der Schuldfähigkeit (§§ 20, 21 StGB) und Gefährlichkeit (§§ 63, 64 StGB)
  • Mehr als 1800 schriftliche Gutachten zur Kriminalprognose.
  • Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie seit April 2011
  • Schwerpunkt „Forensische Psychiatrie“ seit April 2014.


Dissertation

Meine Dissertation mit dem Titel „Licht- und elektronenmikroskopische Untersuchungen von Malignen Melanomen der Uvea“, habe ich unter der Leitung von Frau Prof. Dr. G. Stoltenburg-Didinger 1995 fertig gestellt. Die Arbeit wurde mit magna cum laude bewertet.


Forschung (Originalarbeiten)

  1. Ruppert P, Garbe C, Oxenfarth R, Kastl I, Türker T, Tronnier H, Frosch PJ (1993) Adjuvante Therapie des primären Malignen Melanoms mit natürlichem Interferon-beta. Hautarzt 44:365-371
  2. Cervós-Navarro J, Türker T, Worthmann F (1994) Morphology of Non-Vascular Intracerebral Fluid Spaces. Acta Neurochir (Suppl) 60:147-150
  3. Worthmann F, Türker T, Müller AR, Patt S, Stoltenburg-Didinger G (1994) Progressive Multifocal Leukoencephalopathy after orthotopic liver transplantation. Transplantation 57 (8):1268-1270
  4. Worthmann F, Bruns J, Türker T, Gosztonyi G (1995) Muscular Involvement in Behcet´s Disease: Case Report and Review of the Literature. Neuromuscular Disorders 6:247-253
  5. Schütz H, Türker T, Weiler G (1997) Diskrepanzen zwischen polizeilichen AAK-Messungen im Feldversuch und BAK-Bestimmungen nach BGA-Richtlinien sowie mögliche Konsequenzen für Betroffene. Arch Kriminol 199:103-108
  6. Riße M, Türker T, Weiler G (1998) Postmortale Differentialdiagnose und forensische Relevanz kutaner Blasenbildungen. Rechtsmedizin 8: 141-146
  7. Türker T, Sodmann R, Goebel U, Jatzke S, Knapp M, Lesch KP, Schuster R, Schütz H, Weiler G, Stöber G (1998) High ethanol tolerance in young adults is associated with the low-activity variant of the promotor of the human serotonin transporter gene. Neuroscience Letters 248:147-150


Forschung (Abstracts)

  1. Türker T, Worthmann F, Becker A, Gosztonyi G, Cervós-Navarro J (1994) Determination of the Element Composition of Mitochondrial Crystals in Muscle Tissue by Means of Energy-Filtering Electron Microscopy. Brain Pathology 4:462
  2. Türker T, Worthmann F, Becker A, Warzok K, Cervós-Navarro J (1994) Determination of the Copper Content of Liver Cells in Wilson's Disease by Means of Energy-Filtering Electron Microscopy. Brain Pathology 4:456
  3. da Silva Neto F, Türker T, Becker A, Cervós-Navarro J (1994) Determination of the Element Content of Inclusion Bodies in Ceroid Lipofuscinosis by Means of Energy-Filtering Electron Microscopy. Brain Pathology 4: 456
  4. Stoltenburg G, Kordes U, Türker T (1995) Brain stem gliosis is caused by intrauterine hypoxia. Eur J Pediatrics (Suppl) 154:S33
  5. Keim C, Drasch G, Rothschild M, Wetzel S, Stoltenburg G, Türker T (1995) Brain stem gliosis and mercury in victims of sudden infant death. Eur J Pediatrics (Suppl) 154:S19